Linux Pages - Schnellreferenz

Ja genau, das ist wieder einer der hunderten Linux Grundlagen Dokumentationen im Netz. Was unterscheidet diese von den anderen? Vermutlich nichts ! Diese Zusammenstellung ist also nicht komplett, da ich nur die wichtigsten Optionsschalter zusammengestellt habe. So ne Art Schnellreferenz für alle die es eilig haben.

Viel Spaß beim lesen. Dieses Dokument steht unter GPL

 

Linux Pages

"Linux in a nutshell ist wohl"
die Bibel unter den Linux Dokumentationen.

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Was hat Linux mit einem Pferd gemeinsam? Wenn sie sich diese Frage noch nie gestellt haben, sollten sie sich Linux in a Nutshell kaufen und dann lange darüber nachdenken.

dd {disk dump}

Kopiert eine Eingabedatei (if=) in eine Ausgabedatei (of=).dd kann mit beliebigen Blockgrößen umgehen.
Quellen und Ziele koennen auch Gerätedateien sein.

dd if=[input file] of=[output file]
dd if=/mnt/cdrom/disks/eide01 of=/dev/fd0

shutdown

Programmabarbeitungen werden vollständig beendet.System wird herunter gefahren.
Vorher aber bitte "ps -eaf" um alle prozesse prüfen.

shutdown [Optionen] Wann [Nachricht]
-c abbrechen des Herunterfahrens (geht nur wenn noch Zeit ist)
-f Schnelles Neustarte, Partitioncheck wird übersprungen (nicht zu empfehlen)
-h System bleibt nach den Herunterfahren stehen (bei APM/ACPI schaltet es sich ab)

halt

Ist ein alias auf "shutdown"

su

Startet eine Shell für den angegebenen Benutzer.
Wurde kein Benutzer angegeben nimmt das System einen Wechsel zu root an.

su [Nutzer]
su OLI

init

Wechselt zm angegebenen RUNLEVEL.

init [Runlevel]

0 = System Stop
1 = Single-User-Mode (Wartungsmodus)
2 = Local Multiuser ohne Netzwerk
3 = Full Multiuser mit Netzwerk
4 = Nicht benutzt
5 = Full Multiuser mit Netzwerk und X11(GUI)
6 = System reboot

Um mehr über die RUNLEVELs zu erfahren sehen Sie sich die datei [/etc/inittab] an.
init 3

telinit

siehe init

who

Gibt eineListe der aktuell am System gemeldeten User aus.

ps

Zeigt Informationen zu den Prozessen.

ps [option]
-a alle aktiven Prozesse werden gelistet
-f Proßessfamilien werden als Bäume dargestellt
-l langes Listing
-u Ausgabe des Benutzernamens und der Startzeit -x Zeigt auch Prozesse die nicht mit einem Terminal verbunden sind
ps -xau

useradd


Anlegen eines neuen Benutzers in der /etc/passwd

useradd [optionen] benutzer
-c Kommentar in das Komentarfeld
-d wenn das Homverzeichnis nicht wie standardmäßig in /home/name liegen soll
-e Ablaufdatum des Accounts MM/TT/JJJJ
-g Gruppenname
-m Heimatverzeichnis des Benutzers erzeugen, wenn es noch nicht angelegt wurde
-s standard Login Shell
-u UID Benutzer ID vergeben
useradd -m -s/bin/bash Oli

userdel


Löschen von Benutzern aus dem System

userdel [option]Benutzer
-r löscht auch das jeweilige Heimatverzeichnis rekursiv
userdel -r Oli

usermod


Benutzerinformationen modifizieren


usermod [optionen] Benutzer
-c Kommentarfeld
-d Heimatverzeichnis
-e Ablaufdatum des Accounts MM/TT/JJJJ
-g Gruppe
-l Loginname (kann nur geändert werden wenn der Nutzer nicht am Sytem angemeldet ist)
-s standard Shell ändern -u UID Benutzer ID ändern
usermod -c "Admin der Linux Pages" Oli

passwd

Dienstbefehl zum Ändern der Passwörter im System.
Ohne Übergabe von einem Benutzernamen wird der aktuelle angenommen. root kann durch übergabe eines Benuzernamens die Passwörter ändern

passwd Benutzer
passwd Oli

logout

Derzeitige Shell beenden

logout

Filesystem Linux

d rwx rwx rwx 12 root root 4096 Sep 11 12:32 /lottozahlen
Typ Berechtigungen für Besitzer Berechtigungen für die Besitzergruppe Berechtigungen für alle anderen Counter der Inode Ersteller/Besitzer

Erstellergruppe/
Besitzergruppe

Größe Datum Name


Typen

- = reguläre Dateien
d = Verzeichnisse
b,c = Gerätedateien
p = FIFO
S = Sockets
l = symlinks

Namenskonventionen von Datei- und Verzeichnisnamen

Diese Sinderzeichen solten nicht genutzt werden

"-" weil Optionszeichen ,?,*,(,),&,[,],>,<,space,tab
Dateinamen konen bis zu 256 Zeichen lang sein

Bewegen im Verzeichnisbaum

einige Beispiele für Pfadangaben

/ = root
/bin = Verzeichnis bin
./ = aktuelles Verzeichnis
/bin/test/ = absoluter Pfad
./bin/test= relativer Pfad

pwd

Gibt den vollständigen Pfadnamen des aktuellen Verzeichnisses aus.

pwd

cp

Kopiert Dateien und Verzeichnisse .Existieren die Dateien oder Verzeichnisse im Zielverzeichniss, werden sie ohne Warnung überschrieben

cp [Optionen] Datei1 Datei2
-i Interaktive Abfrage beim Überschreiben
-r Kopiert die Quelle rekursiv sammt Inhalt
-l Symbolischer Link bleibt Symbolischer Link
-s erzeugt symbolischen link
cp -r /etc/passwd /dev/fd0

mkdir

Erstellt ein oder mehere Verzeichnisse. Standard Berechtigungen sind 0777 incl umask Wert des Nutzers

mkdir [Optionen] Verzeichnisse
-m Erzeugt beim erstellen definierte Zugriffsberechtigungen.
-p Legt das Unterverzeichnis in einem noch nicht existierenden Verzeichnis an.
mkdir -m 444 LinuxPages
mkdir -p /home/dev/projekte/LinuxPages

rmdir

loescht den Verzeichniseintrag, aber nicht dien Inhalt des Verzeichnisses

rmdir [Optionen] Verzeichnisse
-p loescht Verzeichnisseintraege und deren Uebergeordneten Eintraege
rmdir -p /etc/X11

rm

loescht Dateien oder Verzeichnisse. Der Nutzer muss ein Schreibrecht besitzen.

rm [Optionen] Dateien
-d loescht Verzeichnisse, auch wenn sie nicht leer sind
-f unterdrueckt die Interaktive Abfrage beim löschen von Schreibgeschützen Dateien oder Verzeichnissen
-r loescht auch die untergeordneten Dateien oder Verzeichnisse. Z.b. mit Hilfe von Wildcards [*]
rm -r /home/dev/*

mv

Dieser Befehl verschiebt Dateien oder Verzeichnisse.Werden die Dateien oder Verzeichnisse nicht aus dem Quellverzeichniss bewegt, benennt mv um

Quelle Ziel Ergebnis
Datei Name (nicht vorhanden) Benennt Datei in Name um
Datei Vorgandene Datei Ueberschreibt vorhandene Datei mit der Quelldatei
Verzeichnis Name (nicht vorhanden) Benennt Verzeichnis in Name um
Verzeichniss Vorhandenes Verzeichnis Verschobenes Verzeichnis wird ein Unterverzeichnis im existierenden Verzeichnis
Eine oder mehere Dateien Vorhandenes Verzeichnis Verschiebt die Dateien in dieses Verzeichnis

mv [Option] Quelle Ziel
-u verschiebt Dateien nur wenn sie neuer sind als die gleichnamigen Dateien
-b verhindert das Überschreiben der Dateien und legt Backup Dateien an (text.txt~)
mv /etc/passwd /home/dev/LinuxPages

file

Diese Befehl versucht anhand der Dateisignatur eine Typenindentifizierung durchzuführen.

file [Datei]
file /etc/passwd
/etc/passwd: ASCII text

cat

Listet Dateien und gibt sie in der Standardausgabe aus."cat" kann mit den Umleitungszeichen ">",">>" auch als Eigabebefehl genutzt werden

cat [Option] [Dateien]
-n Gibt Zeilennummern am linken Rand aus
cat /etc/passwd
cat Datei1 Datei2 Datei3 > DateiALL [Fuegt dateien zusammen(siehe split)]

gzip

koprimiert die angegebenen Dateien (LZ77). Gepackte Datei wird umbenannt in Name.gz - Entpackt wird mit gunzip


gzip [Optionen] [Dateien]
-d entspricht gunzip (auspacken)
-f erzwingt die Kompression ohne Nachzufragen (automatischer Backup Job)
-q unterdrueckt alle Meldungen
-r recursive
-t testen des Archives (Simulation)
gzip datei1 datei2 datei3

split

splittet Dateien in kleinere Teile auf,die dann z.b. auf Disketten passen


split [Optionen] [Dateien]
-b angabe der Blöcke nachdem gesplittet wird

split -b 1420K Datei.txt
cat Datei2.txt >> Datei1.txt (Fügt Datei2.txt wieder mit Datei.txt zusammen)

grep


sucht Zeichenketten inerhalb von Dateien.Als Suchmuster werden regulaere Ausdruecke eingesetzt.Der Rueckgabewert ist bei Uebereinstimmung 1,bei Fehlern 2,sonnst 0.


grep [Optionen] Muster [Dateien]
- Anzahl gibt Anzahl Zeilen vor und nach den Treffern aus
-c zählt die Anzahl der Treffer
-i keinen Unterschied zwischen Gross- und Kleinschreibung
-n gibt die Zeilennummern mit aus -s verhindert Fehlermeldungen ueber nichtexistente und unlesbare Dateien
-v zeigt alles an ausser die Trefferzeilen (inverse)
-V Versionsnummer

grep Linux Text.txt (sucht "Linux" in Test.txt)
grep "^...x" Datei.txt (an der 4.Stelle soll ein "x" stehen)
grep "[Ll]inux" Datei.txt (Sucht nach "Linux" und "linux")
grep -i K Datei.txt (Sucht nach K un k in der Datei.txt)
grep -v K Datei.txt (Zeigt alles ausser die Zeilen die ein K enthalten
grep "^[^0-9]" Datei.txt (Findet alle Zeilen die nicht mit einer Zahl beginnen)
grep "^[0-9]" Datei.txt (Findet alle Zeilen die mit einer Zahl beginnen)
grep "^.{4,5}:" (Findet alles was an 4. und 5. Stele ein Doppelpunkt hat)

grep kann auch als uebergabebefehl genutzt werden


ls | grep xt$ (Listet alle Dateien mit "xt" am Ende)
set | grep KDE (Listet alle Systemvariablen nur mit "KDE")

weitere Informationen gibts im Bereich regulaere Ausdruecke

diff


diff vergleicht 2 Dateien und gibt die Zeilen aus die sich unterscheiden


diff [Optionen] [VerzOptionen] Datei1 Datei2
-b ignoriert Leerzeichen am Ende der Zeilen
-i macht keinen Unterschied bei Klein und Großschreibung
-w ignoriert Leerzeichen komplett
-B ignoriert Leerzeilen komplett
-a behandelt alle Dateien als Text Dateien .Hierbei ist es möglich Binaerdateien zu vergleichen
-q es wird nur ausgegeben das sich die Dateine unterscheiden
-r vergleich Verzeichnisse recursive

diff Datei1 Datei2

locate


sucht in internen Dateidatenbank nach Dateien (geht vesentlich schneller als der find Befehl)
Ist nicht auf jedeM System verfuegbar, Aktualisierung der Datenbank mit "updatedb" oder bein Neustart.


locate [Optionen] Muster
-d Pfad Durchsucht Datenbanken in Pfad

locate Dateiname

paste

Fuegt die Zeilen von zwei oder mehr Dateien,getrennt durch einen Tabulator, Spalten zusammen.


paste [Optionen] Dateien
-d'x' trennt die Spalten mit einem x ,ohne -d wuerde mit ein Tabulator getrennt werden.
-s fuegt fortlaufende Zeilen zu einer Datei zusammen

paste -s text1 text2
paste -d= text1 text2 (Spalten werden mit "=" verbunden)

regulaere Ausdruecke

Jedes Zeichen hat seine Bedeutung, ausser die Spezialzeichen + ? . * ^ $ () [] {} |
Diese Sonderbelegung kann mit einem "" aufgehoben werden.

Ausdruck Beschreibung
. Steht fuer ein beliebiges Zeichen ausser dem Zeilenumbruch am Ende
(...) Grupierung von Musterelementen
^ Anfanf eines Zieles (Zeile)
$ Ende einer Zeile
[...] Grupiert eine Klasse von Zeichen
[^...] Negiert eine Klasse von Zeichen
(...|...|...) oder Verknuepfung ausgewaehltger Alternativen
+ Erkennt das Vorstehende Muster einmal oder mehrmals
? Erkennt ein Element nicht oder einmal
* Erkennt ein Element nicht oder mehrmals
{n,m} minimale (n) und Maximale (m) Anzahl von Treffen
{n} exat n mal
{n,} mindestens n mal
..... ......

find

findet Dateien nach verschiedenen Kriterien.Die Suche erfolgt rekurive

find [Pfadnamen][Bedingungen]

Bedingungen Aktionen
-atime +n Findet Dateien,die mindestens vor n(+n) Tagen, innerhalb der letzten n(n-) Tagen oder genau n Tagen gelesen wurden.find ändert die Zugriffszeit aller Verzeichnisse, die als Pfadnamen angegeben wurden.
-ctime +n Findet Dateien,deren Inode mindestens vor n(+n) Tagen, innerhalb der letzten n(n-) Tagen oder genau n Tagen geändert wurde.find ändert die inode aller Verzeichnisse, die als Pfadnamen angegeben wurden.
-exec Kommando {}; Führt das Kommando bei jeden gefundenne Eintrag aus.Rueckgabewert bei Erfolg=0.{} steht für den aktuellen Dateinamen. ; schliesst den Eintrag ab.
-follow Folgt den Symlinks
-group Gruppenname Sucht Dateinamen die zu "Gruppenname" gehoeren.Gruppenname kann auch Gruppen ID sein.
-inum n Sucht Dateinamen mit der Inode Nummer (n)
-links n Sucht Dateinamen die (n) Links haben
-name Muster Sucht Dateinamen mit Musteruebereinstimmungen (Wildcards).Sonderzeichen muessen vor der Shell geschuetzt werden ("")
-mtime +n Findet Dateien,die mindestens vor n(+n) Tagen, innerhalb der letzten n(n-) Tagen oder genau n Tagen modifiziert wurden.
-newer Datei Findet Dateien,die spaeter als Datei modifiziert wurden.
-ok Kommando Führt das Kommando bei jeden gefundenne Eintrag aus.Rueckgabewert bei Erfolg=0.{} steht für den aktuellen Dateinamen. ; schliesst den Eintrag ab.Verlangt aber vom Benutzer eine Bestätigung der einzelnen Befehle
-perm nnn Sucht Dateien mit bestimmten Berechtigungen.644=rw-rw-r-- .Ein Minuszeichen vor dem Wert bedeutet mindestens diese nachfolgende Berechtigung.
-print Gibt die Ergebnisse in der Kommandozeile aus.
-size n[c] Findet Dateien n Bloecke enthalten oder wenn c angegeben ist n Zeichen lang sind.
-type c Findet Dateientypen:
b=blockorientiert
c=Zeichenorientiert
d=Verzeichnis
p=FIFI oder Named Pipe
l=symbolischer Link
f=Datei
-user User Findet Dateien die einem bestimmten User gehoeren oder einer bestimmten ID.
-maxdeph n Findet Dateien bis zu einer bestimmten Tiefe (n) im Verzeichnisbaum.
-mindeph n Findet Dateien ab einer bestimmten Tiefe (n) im Verzeichnisbaum.
-anewer n Findet Dateien auf die nach der letzen Aenderung zugegriffen wurde
-cmin +n | -n | n Findet Dateien die vor mehr als n(+n), weniger als n(-n) oder genau vor n Minuten veraendert wurden.
-newer Datei Findet Dateien, deren Inode nach der letzten Aenderung geändert wurde.
-empty Sucht leere Dateien.Funktioniert auch mit Verzeichnissen.
-gid n Sucht Dateien mit numerischer Gruppen ID (n).
-iname wie name aber ohne Unterscheidung von Gross und Kleinschreibung.
-nouser Sucht Dateien die keine gueltige User ID auf dem Systemm haben.
-nogroup Sucht Dateien die keine gueltige Group ID auf dem Systemm haben.

find . -print (zeigt alle Dateien im aktuellen Verzeichnis an.
find . -type d -name "*z" (zeigt alle Verzeichnisse (type=d), mit "z" im Namen an.
find . -uder root -print (zeigt alle Dateien im aktuellen Verzeichnis an die dem User root gehoeren.

Dateisystem / Verzeichnisbaum


Beschreibung der einzelnen Hauptverzeichnisse und deren Inhalt.

Name Beschreibung
/ Wurzelverzeichnis [die root]
/bin Sytemprogramme (tools).Sind ausfuehrbar
/boot Bootverzeichnis.Speicherort des Kernels (vmlinuz)
/dev Gerätedateien (die Schnittstelle zwischen Hard und Software.
/etc Konfigurationsdaten für das System und andere Programme.
/home Die Heimatverzeichnisse der einzelnen User am System.
/lib Bibliotheken für Kernel + andere Programme.
/lost+found Ablageort für defekte oder teilweise beschaedigte Dateien.(System)
/mnt Mountpoint beim mounten fremder Dateisysteme.Sollte leer sein.
/opt Optionale Software oder Programmpakete.
/proc Das Prozessdateisystem (Das Fenster in den Kernel)
/root Das Heimatverzeichnis vom Benutzer Root (Das Root)
/sbin ausfuehrbare Systemtools zur Systemverwaltung.
/tmp temporaer wird nicht automatisch geloescht
/usr Fuer Anwendungsprogramme + Biblotheken /usr/share/doc
/var variable Daten z.b. /var/spool/mailq (Mailwarteschlange)